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10.06.2021
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Das besondere Exponat (30)

(MT) SCHWARZENBERG: Wer Schwarzenberg auf der S 274 in Richtung Jägerhaus verlässt, kommt auf der Bermsgrüner Höhe am rechten Straßenrand an einer wuchtigen Steinmauer vorbei. Sie sichert ein besonderes Exponat, das sich am Waldrand befindet. Eine Säule aus Crottendorfer Marmor erinnert an das Ende einer umfangreichen Neuvermessung der kurfürstlichen Forstgebiete im oberen Erzgebirge, die von 1786 bis 1794 vorgenommen wurde. Schwer zu erkennen sind die Inschriften. Am viereckigen, unteren Teil des Steines werden auf allen Seiten die Namen der Beteiligten genannt.
Der Grenzstein ist aufgrund seines ehemals hellen Aussehens und seiner Gestalt als "Weiße Frau" bekannt. Der Sage nach erhält die weißgekleidete Frau zu Mitternacht Leben und beginnt laut zu weinen. Sie war von ihrem Ehemann verlassen worden und wartet an dieser Stelle auf seine Heimkehr. Wie eine Hinweistafel der Stadt Schwarzenberg erklärt, sollten ängstliche Menschen der Sage nach deswegen vermeiden, zur Mitternachtsstunde zu Fuß von Schwarzenberg nach Jägerhaus zu gehen. (Bildquelle: KJ/Mario Totzauer)