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Nachrichten aus der Region

21.01.2021
| Sonstiges | Wirtschaft |

Eibenstock will fair handeln

(MT) EIBENSTOCK: Ein Vierteljahrhundert gibt es in Eibenstock den Weltladen des Vereins Aktion Eine Welt. Er entstand nach dem Weltladen in Aue, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern kann.
Birgit Mädler (Bild) vom Verein Aktion Eine Welt: "Es ist erstaunlich, dass über die ganzen Jahre hinweg diese Läden ehrenamtlich geführt worden sind. Eine gewisse Zeit wurde das mit ABM-Stellen gefördert, aber in letzter Zeit ist das alles ehrenamtlich gestemmt worden. Was bei Weltläden wichtig ist, dass auch die Bildungsarbeit eine Rolle spielt."
Vertreter des Eibenstocker Weltladens haben sich nun u.a. zusammen mit Bürgermeister Uwe Staab und der Vorsitzenden des Gewerbe- und Tourismusvereins Silke Dickescheid auf den Weg gemacht, den Titel Fairtrade Town anzustreben. Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen.
Birgit Mädler: "Die Stadt Eibenstock und die Kirchgemeinde beziehen ihre Präsente schon aus dem fairen Handel. Dadurch war schon eine Grundlage gelegt. Durch den fairen Handel kann etwas mehr Gerechtigkeit in der Welt entstehen. Bei fair gehandelten Produkten bekommen die Arbeiter in den Herkunftsländern mehr Lohn. Dass Menschen von ihrer Arbeit leben können, ist ganz wichtig. Das trifft hier im Erzgebirge zu wie im Globalen."
Der Gewerbe- und Tourismusvereins Eibenstock unterstützt prinzipiell den regionalen Handel und ist in erster Linie bestrebt, Produkte aus der Region zu fördern. Doch Birgit Mädler fand bei der Vereinsvorsitzenden Silke Dickescheid ein offenes Ohr.
Silke Dickescheid: "Aber es gib ja nun auch Produkte, die hier in der Region nicht hergestellt werden. Dann sollten die wenigstens fair gehandelt sein."
Die Bergstadt möchte als Fairtrade Town einen Beitrag für einen gerechteren Welthandel leisten und Missstände wie ausbeuterische Kinderarbeit verhindern. Außerdem ist der angestrebte Titel ja auch gut fürs Image.
Silke Dickescheid: "Die Frau Mädler kam auf mich zu und wir fanden das Projekt toll, weil der Titel würde unseren Ort bekannter, fairer und netter machen."
Weltweit gibt es 2.200 Städte des Fairen Handels, in Deutschland 700 und in Sachsen lediglich fünf. Wer in der Stadt Eibenstock mit ihren Ortsteilen Interesse an einer Beteiligung hat, kann sich bei Birgit Mädler melden. (Bildquelle: Uwe Zenker)