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16.09.2020
| Sonstiges |

Karzel hat Specht bekommen

(GN) AUERBACH/ERZGEB.: Autofahrer, die von Thum oder Gelenau kommend durch Auerbach im Erzgebirge fahren, treffen am Ortseingang unweigerlich auf das Ortswappen der Gemeinde.
Dabei fällt auch das Wappen ins Auge. Es trägt das Strahlenauge Gottes und erinnert wohl an die Gottesfürchtigkeit der Vorfahren. Weiterhin befindet sich ein Auerhahn im Wappen. Diese Raufußhühner streiften einst in großer Zahl durch die Wälder um Auerbach. Ein Schriftzug erinnert an die Partnergemeinde Welzheim. Die Partnerschaftsurkunde zwischen Auerbach und Welzheim wurde am 3. Oktober 1990 unterzeichnet.
Nur einen Katzensprung weiter erinnert ein Wandgemälde an die Schmalspurbahn. Sie prägte viele Jahre den Ort Auerbach mit. Hier wurden Waren aus- und umgeladen, Fahrgäste nutzen den Haltepunk zum Nahverkehr. Heute ist von der Schmalspurbahn mit Schienenstrang und Schotterbett nichts mehr zu sehen. Nur der alte Bahndamm, auf dem einst die Strecke verlief, lässt sich heute noch erahnen. Gut ausgebaut ermöglicht er Wanderern und Radfahrern eine entspannte Tour durch die Natur.
Wer der alten Bahnstrecke folgt, kommt am Karzel vorbei. Dieser schwarze Geselle mit Hut ruht hier auf einer Bank und grüßt mit einem breiten Lächeln. Vor allem Kinder kommen inzwischen gerne zu diesem Ort. Das Auerbacher Karzel von Reiner Schulze ist längst weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt geworden.
Schnell verbreitete sich die Nachricht in Auerbach, dass nun ein Specht über den Karzel sitzt und auf Zug an der Schnur zu klopfen beginnt. Eine tolle Idee vom Auerbacher Reiner Schulze! Und wer weiß, ob sich nicht schon bald weitere Spechte auf den Flug machen, um gemeinsam eine Melodie ins Holz zu klopfen. (Bildquelle: KJ/Gerald Nötzel)