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16.09.2020
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Lesung anlässlich Welt-Alzheimertag

(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Das Pflegenetz ERZ führt in Kooperation mit der Senioren- und Behindertenbeauftragten des Erzgebirgskreises, Helga Dittrich, anlässlich des Welt-Alzheimertages eine besondere Veranstaltung zum Thema Demenz durch. Die Szenischen Lesung "Die Akte der Auguste D. – Beobachtungen von Dr. Alois Alzheimer an der ersten Alzheimer Patientin" lädt am Donnerstag (17.09.) von 13 bis 16 Uhr ins Landratsamt Erzgebirgskreis, Konferenzsaal A nach Annaberg-Buchholz ein.
Die Darbietung erfolgt mit Ulrike Hofmann und Basil Dorn in einer Bühnenfassung von Ulrike Hofmann nach der Biografie "Alzheimer" von Konrad und Ulrike Maurer.
1901 legte der Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer eine Krankenakte über einen medizinischen Fall an, der seine Neugierde und seinen Forschergeist weckte. Seine Patientin Auguste Deter zeigt Symptome, die er vorher noch nie beobachtet hat. Weder in Untersuchungen, noch in langen Gesprächen kommt er der Krankheit auf die Spur. Erst nach ihrem Tod gewinnt er Sicherheit über die bis dahin rätselhafte Krankheit, die seinen Namen erhalten wird.
Kern des Theaterstücks sind die Dialoge zwischen Alzheimer und Auguste, die in ihrer Unmittelbarkeit auch heute noch berühren.
Als die Krankenakte im Jahr 1997, nach hundert Jahren, wieder gefunden wurde, sorgte der Fall Auguste D. erneut für eine Sensation, denn die von Alzheimer entdeckte Krankheit ist inzwischen im Alltag angekommen.
Auf Grundlage der Biographie "Alzheimer" von Konrad und Ulrike Maurer hat Ulrike Hofmann ein Stück geschrieben, das nicht nur ein Porträt der Krankheit zeichnet, sondern auch Einblick gibt in die damaligen "Irrenanstalten" und die Methoden der Hirnforscher zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.