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Nachrichten aus der Region

31.07.2020
| Kultur |

Weihnachtsmärkte könnten stattfinden

(SvS) DRESDEN: In Sachsen sollen Weihnachtsmärkte auch in diesem Jahr möglich sein. Doch die werden wohl allesamt mit glühend heißer Nadel gestrickt sein. Am Donnerstag sprach Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch im Rahmen eines Pressetermins in Dresden über mögliche Rahmenbedingungen dafür. Dazu hatte das Ministerium nach Dresden auf das Areal des Striezelmarktes eingeladen. Klepsch sagte, alle seien sich einig, dass Weihnachtsmärkte stattfinden können sollen. Sie wären ein bedeutendes Kulturgut im Freistaat und von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. Gleichzeitig verwies die Ministerin aber auch auf die aktuelle Corona-Pandemie. Im Hinblick auf eine zweite Erkrankungswelle müssten die Gegebenheiten vor Ort entscheidend dafür sein, ob ein Weihnachtsmarkt stattfinden kann. Das sollen aber die Städte und Gemeinden vor Ort selbst entscheiden. Klepsch plane darum eine Art Weihnachtsmarkt-Forum, in dem sich Erfahrungswerte und neue Ideen ergänzen könnten. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert begrüßte, dass der Freistaat die Rahmenbedingungen mittels wohlüberlegter Rechtsverordnungen schaffe.
Landrat Frank Vogel aus dem Erzgebirgskreis, gleichzeitig auch Präsident des Sächsischen Landkreistages, sieht Weihnachtsmärkte und Bergparaden als gelebte und tief verwurzelte Traditionen, die heute auch einen Wirtschaftsfaktor bedeuten.
"Heute eine verlässliche Prognose abzugeben, ist natürlich schwierig, weil wir noch gar nicht wissen, wie sich das Infektionsgeschehen zu dieser Zeit ganz konkret gestaltet. Aber wir haben das Thema in der Bürgermeisterkonferenz im Mai schon einmal andiskutiert und wir sind uns schon einig, auch wir als Genehmigungsbehörde Landratsamt, dass es sicherlich Weihnachtsmärkte geben wird. Und ich hoffe auch, dass wir Bergparaden durchführen können. Das ist für mich schon auch etwas Identitätsstiftendes für unsere Region. Wir müssen sehen, wie wir am Ende die Regelungen treffen. Die Weihnachtsmärkte müssen sicherlich etwas entzerrt und großflächiger aufgestellt werden müssen, es muss vielleicht auch auf ein paar Buden verzichtet werden, aber an diesen Voraussetzungen arbeiten unsere Kommunen gerade.", sagte Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises und Präsident des Sächsischen Landkreistages gegenüber erzTV. Über eine konkrete Durchführung bräuchte man jedoch vor Oktober nicht diskutieren, so Vogel weiter. Die Kommunen hätten nun die Konzepte zu erarbeiten, die am Ende mit dem Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises abgestimmt werden müssen. Erst Anfang November könne man überhaupt das aktuelle Infektionsrisiko bewerten und einschätzen und darauf reagieren.
Für alle Kunsthandwerker und Spielzeughersteller dürften diese Aussichten jedoch wenig befriedigend sein. Sie hatten im Mai bereits Planungssicherheit gefordert.